Steller im Test: App für digitale Magazin-Liebhaber

Vor ein paar Wochen bin ich durch einen Tipp von Ladyvenom und Lionheaded auf die App Steller gestoßen. Die mobile Anwendung ermöglicht es Usern, sehr leicht, schön gelayoutete Fotogeschichten zu erstellen. Man kann aus unterschiedlichsten Vorlagen wählen und diese je nach Bedarf verändern. Soweit so unspektakulär.

Was an Steller aber positiv auffällt, ist der gut kuratierte Lifestyle-Inhalt. Endlich schafft es eine App, das Magazin-Feeling für jeden User aufs Smartphone zu übersetzen. Es dominiert Content aus den Bereichen Reise, Lifestyle, Food, Design und Sport, die Qualität der meisten Beiträge, die man angezeigt bekommt, ist sehr gut.

Womit wir auch schon bei der Reichweite wären: Ich hatte das Glück, mit einer Story in die „Steller Collection“ (24 Stunden lang bevorzugte Ausspielung) zu kommen, was bei nur 2 produzierten Storys und quasi null Followers zu immerhin 140 Likes, über 5.500 Page Views und einem Ranking in den Top 20 führte. Mit solchen Lockmitteln schafft es die App, auch „Anfänger“ bei Laune zu halten und den Geschichten ein großes Publikum zu verschaffen.

stellercollectionpageviews

Fazit: Die App eignet sich hervorragend für Instagrammer, die mehr herzeigen wollen und die auch bereit sind, ein bisschen Aufwand in die Content-Produktion zu stecken. Das Erstellen meiner Berg-Story kostete mich rund eine Stunde inklusive Stümperhafter Fotobearbeitung am Smartphone. Die Fotos habe ich alle mit dem iPhone gemacht, die meisten Beiträge von anderen Usern sind aber fototechnisch hochwertiger und meist mit professionellen Kameras geschossen.

Hier noch die Story zum Durchklicken:


Link zum Steller-Profil

17 Gründe, warum du zum c/o pop festival nach Köln fahren solltest. Wegen Grund 4 könnte ein Kätzchen vor Neid sterben

1) Die Konferenz und das Festival finden in Köln statt, das heißt man kommt mal aus Österreich raus.

2) Besucher dürfen sich mit riesigen Festivalpässen schmücken, mit denen sie sich extrem wichtig fühlen.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.18.173) In Köln trinkt man Früh Sport, ein alkoholfreies Bier-Limonadengetränk. Es schmeckt hervorragend und sieht gut aus.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.18.563) Alle, die nicht im Musik-Business arbeiten, erfahren jede Menge darüber, wie die Mechaniken hinter diesem Pop-Klimbim so funktionieren. Zum Beispiel gibt es Agenturen, die ganz gezielt Tracks von neuen, unbekannten, nicht gesignten Künstlern suchen und dann für Werbung lizenzieren. Insider bekommen bei Präsentationen wie jenen des Amsterdamers Hans Brouwer Detailinfos, Outsider einen Überblick.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.19.494) Jung von Matt verrät Backstage-Infos zu erfolgreichen Kampagnen wie der Supergeil-Aktion mit EDEKA. Dabei wird Friedrich-Lichtenstein-Bonusmaterial gespielt.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.21.55 Und man erfährt, dass zum Beispiel die meisten Schauspieler einfach Bekannte der Produzenten waren und kein Geld bekamen. DIESE Katze aber erhielt ein Buyout. Wie man Manager dieser Katze wird, gibt es dann bei weiterführenden Konferenzen zu hören.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.44.125) Marketing-Fuzzis erzählen, wie sie Musik und das Musikumfeld für ihre Marken nützen. Rund ums Coachella Festival bewarb Levi’s zum Beispiel massiv die Cut Off Jeans. Laut Levi’s gingen die Verkaufszahlen ordentlich in die Höhe.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.22.296) Man erfährt, dass auf Spotify Playlists für bestimmte Aktivitäten tausend Mal beliebter sind als Musikalben (für die Jüngeren: das sind mehrere Lieder einer Band hintereinander, die auch idealerweise immer wieder in dieser gleichen Reihenfolge abgespielt werden sollten). Ganz vorne dabei ist auf Spotify die Playlist “Work Out”. Marken können angeblich mit dem Kuratieren von Tracks und sinnvoller Werbung dort noch viel holen.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.22.557) In Köln wird immer gefeiert.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.24.158) Wenn man die richtigen Leute kennt, darf man beim Aufbau für die Kompakt Party im Heinz Gaul zuschauen. Dankeeeee The Strichers!

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.25.069) In Köln kann man einige Instagram-Motive sammeln, mit denen man zu Hause total hip und street-artig rüberkommt.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.24.4410) Beim c/o pop festival “sieht” man hervorragende Bands wie Mount Kimbie, Cashmere Cat, Kelis, Isaac Delusion oder Warpaint. Im weißen Bereich des Bilds spielt gerade Mount Kimbie.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.25.3611) Man hat endlich einen Beweis dafür, das EDM Fans irre sind. “EDM Fans tweet 11 x per day. Average users tweet 1,85 x per day.”

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.27.1212) Komplizierte Dinge werden auf 6 Trends heruntergebrochen. Nach einer langen Konzertnacht sehr hilfreich.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.27.3613) Man kann dem GEMA-Wahnsinn direkt ins Auge sehen. Und das ist dann auch noch informativ.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.27.5314) Alte Männer mit klingenden Namen wie Diedrich Diederichsen, Udo Dahmen, Hans Nieswandt, Ralf Niemczyk, Andreas Grimm und Timo Kumpf erklären dann, warum Pop auch ohne Coca Cola gut sein kann.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.28.1815) Man kann Selfies mit den Leuten machen, mit denen man am Podium saß. Thx Christoph Bornschein, Vivian Pein, Markus Krücken, Oliver Ihrens, Daniel Fiene!

16) Am Kölner Flughafen darf man dann noch über die Selbsterniedrigung von Businessmenschen lächeln und ist nach 1 Stunde 20 Minuten wieder im schönen Wien.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.30.1317) Zuhause hat man ein paar Twitter-Followers mehr, ist viel gescheiter als vorher und will nächstes Jahr wieder dorthin.

5 Takeaways von der Internet Advertising Conference 2014

Ich hatte die Ehre, bei der diesjährigen Ausgabe der #IAC2014 in Prag über Social Media bei derStandard.at sprechen zu dürfen. Viel spannender als meine Präsentation sind aber ein paar Eindrücke aus Gesprächen mit anderen Teilnehmern. Ein kurzer Rückblick:

1) Paywalls sind hier ein großes Thema
Ob man sie mag oder nicht – Paywalls verschwinden nicht als Thema. Bei der IAC sprach etwa der CEO der Kyiv Post, Jakub Parusinski, von positiven Erfahrungen mit der Einführung der Bezahlschranke. Laut seiner Präsentation verlor die Kyiv Post “nur” ein Drittel der Leser und bekommt nun immerhin 20% der Einnahmen über die digitalen Abos. Einige lokale Medien in Prag sind gerade dabei, die Umsetzung der Paywall vorzubereiten. Der slowakische Anbieter Piano Media versucht in diesem Markt Fuß zu fassen. Für manche (oft auch kleine Nischenmedien mit schlanken Strukturen) Medien mag das funktionieren, für andere nicht. Die nächsten Jahre bleiben spannend.
Foto(1)2) Socialbakers bekommt Rückenwind
Der CEO des tschechischen Unternehmens, Jan Rezab, Socialbakers verbringt wie er selbst sagt rund 170 Tage im Jahr auf Konferenzen. Einer davon war bei der IAC. Mit Kunden wie BBC, Disney, Danone oder in Österreich A1 hat sich das Service eine gute Reputation verschafft. In Prag hat Socialbakers gerade ein Analytics-Startup gekauft.

3) Es gibt Hoffnung: Mobile Ads werden besser
Der Anbieter eSports.cz bekommt rund 60% des Traffics über mobile. Kein Wunder, dass die Leute sich dort Gedanken darüber machen, wie für sie mobile Werbung funktionieren kann. In ihrer App experimentieren sie mit größeren Bannern als wir sie jetzt gewohnt sind, die sich aber weniger störend in den Inhalt einfügen. Das freut die User und die Werbemenschen. In naher Zukunft wollen sie mit verkauften Push-Nachrichten an die User experimentieren.

4) Es geht allen (fast) gleich schlecht
Auch hier wird in den Newsrooms massenhaft gekündigt. Dabei trifft es ironischerweise in Unternehmen, die sich “digital first” auf die Stirn schreiben, gerade oft Jüngere, die sich auf Digitales konzentrieren. Innovationsverweigerung, ungeliebte Umzüge, riesige Gehaltsunterschiede, same same und gar nicht different …

5) After-Partys in einem Atom-Bunker haben einen ganz “speziellen” Charme
Der Vorteil: Es gibt keinen Handy-Empfang, also müssen die Leute miteinander reden. So auf oldschool.

Das links, das aussieht wie eine Säule ist die Bunkertür

Das links, das aussieht wie eine Säule, ist die Bunkertür

Soundcheck:

Schönes Prag ist schön.

#SXSW Music 2014

Meine High- und Lowlights des Musik-Teils der South By South West. Von rund 2.000 Konzerten konnte ich leider nur ein paar sehen, in so einem Fall wäre Multilokation ideal.

Snoop Dogg spielte ein paar Kiffer-Nummern und lieferte eine bemerkenswert schlechte Bühnenshow mit einem Mensch, der als Hund verkleidet mit einem riesigen Joint herumwachelt. Die Visuals sahen so aus wie die automatischen Bildschirmschoner aus den 90er-Jahren, nur schlimmer. Fast schon eine Leistung heutzutage. Das Publiukum war gut gelaunt, rastete aber erst aus, als er House Of Pains “Jump Around” brachte. Nicholas Cage schaute vom Balkon aus zu. Alles in allem also eher befremdlich.

Snoop DoggTrotzdem: #foshizzle. Vor allem, weil ich einen guten Platz ganz vorne ergattern konnte.

Wer noch nie bei der #SXSW war: In vielen kleinen Häusern finden Konzerte und Partys statt.

HausDas Epizentrum des Geschehens: Die 6th Street, auf der sich die meisten FestivalbesucherInnen tummeln.

6th street

Bildschirmfoto 2014-03-20 um 20.51.57Der von mir über die Maßen geschätzte A-Trak spielte bei der #MobileMovement Night von Vice und Motherboard ein zuerst skrillexeskes und etwas stadiontechnoides Set, das dann gegen Schluss aber immer besser wurde. Die Visuals konnten von den BesucherInnen selbst gesteuert werden, was sehr lässig war.

ATrakVor der British Music Embassy war die Schlange immer so lang, dass ich mir das Warten nie antun wollte.

british music embassyMein Badge für das beste Outfit geht an die drei hier:

bandJarvis Cocker präsentierte sein neues Buch mit einer wunderschönen Powerpoint-Präsentation, Zeigstock und Soundbegleitung.

Bildschirmfoto 2014-03-20 um 20.56.16P. Diddy präsentierte direkt nach Jarvis Cocker sein “besseres MTV” Revolt TV. Der Kontrast hätte größer nicht sein können.

Bildschirmfoto 2014-03-20 um 20.58.26Chromeo sorgten dafür, dass das hölzere Gebälk des Hype Hotel sich langsam auflöste. Holzspäne und Staub rieselten auf das Publikum nieder. Zum Glück nicht gleich das ganze Dach.

Sohn kam leider verspätet an und hatte technische Probleme. Deswegen spielte er nur zwei Nummern: “The Wheel” und “Artifice”. Für mich trotzdem ein absolutes Highlight. Das Album wird groß groß groß.

  Debbie Harry (68!!!!) hat mit Blondie auf der Bühne gewirkt als wäre sie 20.

Damon Albarn ist leider erwachsen geworden und brachte Gospel-artige Songs, am Schluss auch gemeinsam mit dem Kirchenchor von Austin. Naja …

Business goes Social Media

Ich hatte letzte Woche die Ehre, zwei Tage lang das Business Circle Event “Business goes Social Media Vol. IV” zu moderieren. Danach war ich gleich ein paar Tage lang krank, was vielleicht daran gelegen haben mag, dass ich etwas viel geredet habe. Und zwar, weil es ein sehr vielfältiges Podium mit spannenden Geschichten gab. Meine persönlichen Highlights: Cupcakes und wie man mit einem Shitstorm am 24.12. umgeht und Lagerhaus, weil sehr schön gezeigt wurde, wie man mit einer bodenständigen Marke auf Facebook erfolgreich sein kann. Props sowieso auch an Super-Fi, Whatchado, Austrian Airlines, OMV, A1, Erste Bank, WebMedian, Tante Fanny, Digitalwerk, Digital Affairs, CyLEDGE, Kraft & Winternitz, T-Mobile. Thx Business Circle, ich bin gespannt auf die nächste Ausgabe, Social Media wird ja nie fad.

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Berlin

Ein kurzer Abstecher zu TEDx ESCP Berlin, taz, Vice und Zeit Online. Zwischendurch Essen.

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TEDx Berlin goes Pastafari-Führerschein

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Temporäres Café und Co-Working-Space bei Zeit Online während der Berlinale. Sehr sympathisch.

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Sebastian Horn und Juliane Leopold von Zeit Online freuen sich über das Care-Paket aus Österreich.

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Da sitzen rund 70 Menschen bei VICE Germany. Und das Büro ist am Freitag um 18:00 noch voll besetzt. Von wegen ranzig-verwegener Partylifestyle.

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Grill Royal. Mit Abstand das beste Fleisch ever.

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Foodporn

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More Foodporn

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taz. Links der Social Media Manager Caspar Zucker, der mir die Redaktion zeigte.

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Die Zukunft.

Schwarzes Café, rund um die Uhr offen, rund um die Uhr Frühstück

Schwarzes Café, rund um die Uhr offen, rund um die Uhr Frühstück

Fotolovestory Fürstenfeld

Ein österreichisches Kleinod sondergleichen: Das Freibad in Fürstenfeld mit dem einst größten Becken Europas verfügt über einen Erotik-Shop am einen Ende und eine Brücke über einen kleinen Fluss, die direkt zu McDonald’s führt, am anderen Ende.

Die Brücke, wohlgemerkt, gab es laut Einheimischen vor dem Erbau des Fast-Food Restaurants noch nicht.

Andere Quellen sagen der kleinen Stadt ein Problem mit Rechtsextremismus nach. Davon habe ich zum Glück nichts bemerkt.

Auf der Pfeilburg lässt es sich hervorragend feiern.

Fürstenfeld hat die Wichtigkeit von Marketing und Sales erkannt. Eine gute Sache.

Ein schönes Schild.

Ein schönes Haus.

Ein besonders schöner Kreisverkehr.

Schön war’s! Danke an Marie Sagl, Stephan Schneider, Stefan Urschler und die Crew!