5 Takeaways von der Internet Advertising Conference 2014

Ich hatte die Ehre, bei der diesjährigen Ausgabe der #IAC2014 in Prag über Social Media bei derStandard.at sprechen zu dürfen. Viel spannender als meine Präsentation sind aber ein paar Eindrücke aus Gesprächen mit anderen Teilnehmern. Ein kurzer Rückblick:

1) Paywalls sind hier ein großes Thema
Ob man sie mag oder nicht – Paywalls verschwinden nicht als Thema. Bei der IAC sprach etwa der CEO der Kyiv Post, Jakub Parusinski, von positiven Erfahrungen mit der Einführung der Bezahlschranke. Laut seiner Präsentation verlor die Kyiv Post “nur” ein Drittel der Leser und bekommt nun immerhin 20% der Einnahmen über die digitalen Abos. Einige lokale Medien in Prag sind gerade dabei, die Umsetzung der Paywall vorzubereiten. Der slowakische Anbieter Piano Media versucht in diesem Markt Fuß zu fassen. Für manche (oft auch kleine Nischenmedien mit schlanken Strukturen) Medien mag das funktionieren, für andere nicht. Die nächsten Jahre bleiben spannend.
Foto(1)2) Socialbakers bekommt Rückenwind
Der CEO des tschechischen Unternehmens, Jan Rezab, Socialbakers verbringt wie er selbst sagt rund 170 Tage im Jahr auf Konferenzen. Einer davon war bei der IAC. Mit Kunden wie BBC, Disney, Danone oder in Österreich A1 hat sich das Service eine gute Reputation verschafft. In Prag hat Socialbakers gerade ein Analytics-Startup gekauft.

3) Es gibt Hoffnung: Mobile Ads werden besser
Der Anbieter eSports.cz bekommt rund 60% des Traffics über mobile. Kein Wunder, dass die Leute sich dort Gedanken darüber machen, wie für sie mobile Werbung funktionieren kann. In ihrer App experimentieren sie mit größeren Bannern als wir sie jetzt gewohnt sind, die sich aber weniger störend in den Inhalt einfügen. Das freut die User und die Werbemenschen. In naher Zukunft wollen sie mit verkauften Push-Nachrichten an die User experimentieren.

4) Es geht allen (fast) gleich schlecht
Auch hier wird in den Newsrooms massenhaft gekündigt. Dabei trifft es ironischerweise in Unternehmen, die sich “digital first” auf die Stirn schreiben, gerade oft Jüngere, die sich auf Digitales konzentrieren. Innovationsverweigerung, ungeliebte Umzüge, riesige Gehaltsunterschiede, same same und gar nicht different …

5) After-Partys in einem Atom-Bunker haben einen ganz “speziellen” Charme
Der Vorteil: Es gibt keinen Handy-Empfang, also müssen die Leute miteinander reden. So auf oldschool.

Das links, das aussieht wie eine Säule ist die Bunkertür

Das links, das aussieht wie eine Säule, ist die Bunkertür

Soundcheck:

Schönes Prag ist schön.