Wie man (auch) Geschichten erzählen kann

Zugegeben, mir war Tschetschenien bis vor einem Dreivierteljahr ziemlich egal. Ok, als Slawistin wusste ich, dass es dort “Probleme” gibt und habe vielleicht den einen oder anderen Artikel, in dem Tschetschenien vorkommt, nicht sofort geskippt. Ein Zufall hat das aber geändert. Und zwar stolperte ich im phil über den Graphic Novel von Igort “Geschichten aus Russland. Der vergessene Krieg im Kaukasus”, kaufte und las ihn.

Bildschirmfoto 2013-10-14 um 18.47.27Dass ich beim Lesen körperliche Übelkeit empfand und den ganzen Tag quasi im Schockzustand verbrachte, hat bis jetzt kein Buch geschafft. Viel wichtiger aber: Ich wollte aufgrund dieses Buchs noch mehr wissen. Und damit es auch anderen so geht, entstand ein Schwerpunkt auf derStandard.at zum Todestag der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja. Großen Dank an Igort und seinen Verlag Reprodukt, die uns die Rechte für die Bilder gaben.

Das Ergebnis:

Auszüge aus dem Comic

Interview mit dem Autor

Timeline mit den wichtigsten Ereignissen im Tschetschenienkonflikt

Das Arbeiten mit Animationen, Graphic Novels, Games wird auch für die Aufarbeitung ernster Themen im Jouranlismus immer gefragter. Hier eine richtige Mischung aus Emotionalisierung und seriöser Informationsaufbereitung zu finden ist glaube ich eine der spannendsten Aufgaben derzeit. Und das ist erst der Anfang.

Weitere Tipps:

Guardian-Video zu Guantanamo

Interview zu Newsgames

NYT Stück “Tomato Can Blues”

Aus Österreich: großartige Arbeit von paroli-magazin.at