derStandard.at erreicht 10.000 User per WhatsApp

Dieser Text erschien bereits auf derStandard.at.

Unser Community Management Team macht sich viele Gedanken darüber, wie und wo man die User und Userinnen ideal mit Nachrichten versorgen kann und wie der Austausch über die Inhalte erfolgen kann.

User direkt erreichen

Seit Messengerdienste wie WhatsApp so beliebt sind, stellten wir uns die Frage, wie wir als Unternehmen auch dort präsent sein können. Und sobald die Broadcast-Funktion eingeführt wurde, mit der man mehrere User auf einmal erreichen und sich mit ihnen austauschen kann, ohne dass die Nachricht gleich an alle Empfänger geht, war klar: Wir probieren das jetzt mal aus.

Gutes Feedback

Und genau das erwies sich als gute Idee. Denn das Feedback war enorm und übertraf unsere Erwartungen bei weitem. Wir erhielten unglaublich nette Nachrichten und nach einem halben Jahr erreichen wir nun 10.000 User und Userinnen per WhatsApp und tauschen uns mit ihnen aus.

Mut zum Experiment

Was wir aus dieser Hauruck-Aktion gelernt haben: Es braucht den Mut, einfach einmal etwas auszuprobieren, von dem man nicht weiß, wie es ausgehen wird. Wir hatten technische Probleme, die sogar dazu führten, dass wir ein Monat lang gar keine Nachrichten verschicken konnten, wir müssen damit rechnen, dass WhatsApp die Broadcast-Funktion jederzeit abdrehen kann und es das Service nicht mehr gibt und überhaupt wussten wir nicht, ob das jemanden interessieren würde.

Intensiver Austausch

Trotz allem haben wir es geschafft, binnen weniger Monate eine Community aufzubauen, die sich sehr intensiv und direkt mit unseren Inhalten auseinandersetzt und das Service als sinnvoll empfindet. Im Vergleich zu Facebook, Twitter oder Instagram ist der Austausch viel persönlicher und positiver und somit die Community gefühlt eine sehr loyale. Egal, wie sich WhatsApp also technisch weiterentwickelt: Wir wissen nun, dass Direct Messenger ein optimaler Kanal für Unternehmen sein können, wenn sie adäquat betreut werden.

Community Management

Dazu braucht es aber auch ein gut aufgestelltes Community Management, das auf Augenhöhe mit den Usern und Userinnen kommuniziert und vor allem von ihnen lernt: Das Service wird nämlich Schritt für Schritt mit dem Feedback der User und Userinnen adaptiert und verbessert. Wir freuen uns auf die nächsten 10.000.

Welche Rolle spielt Social Media für die humanitäre Hilfe?

Letzte Woche hatte ich beim Humanitarian Congress in Wien die Ehre, eine Podiumsdiskussion zum Thema Social Media und Humanitäre Hilfe zu moderieren. Mahmoud Shabeeb, Timo Lüge, Ingrid Brodnig und Thomas Seifert gaben Einblick in ihre Expertise. Hier gibt es die gesamte Diskussion zum Nachschauen:

Warum User News-Inhalte teilen

Horizont Online bietet ab jetzt gemeinsam mit Storyclash ein spannendes Ranking über geteilte Medien-Inhalte in sozialen Netzwerken. Erfreulich ist natürlich, dass derStandard.at auf Platz eins liegt. Viel interessanter ist aber das Ranking der Tagespresse, das nicht überrascht, aber schön veranschaulicht, welche Aspekte beim Sharen eine Rolle spielen.

Wie schon Julian Ausserhofer und Axel Maireder in ihrer Sharing-Studie festgestellt haben, teilen User besonders gerne Inhalte, die etwas mit ihnen selbst zu tun haben oder die unverfänglich sind und einen Mehrwert für ihre Community bieten (Eigeninteresse vs. antizipiertes Publikumsinteresse). Der Faktor Humor ist bei der Tagespresse, von der ich ein Riesenfan bin, auf jeden Fall so ein Mehrwert.

Bildschirmfoto 2015-03-04 um 13.43.31

Grafik: Storyclash

Ernste – also schwer “likebare” – Inhalte, wie sie meist auf derStandard.at zu finden sind, haben es da schon schwerer, hier kommt schlicht der Faktor Masse ins Spiel: Die User auf derStandard.at haben eine große Auswahl an Artikeln, die sie teilen können und somit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie etwas finden, das mit ihnen zu tun hat (seien es Bekannte, die im Artikel vorkommen, das eigene Unternehmen, die Branche, ein Hobby oder ein Spezialgebiet, für das man sich interessiert). Zudem erfreut sich derStandard.at zum Glück eines guten Images, das die User zusätzlich dazu animiert, die Inhalte zu teilen, und ist stark präsent (Faktoren Zufälligkeit und Sichtbarkeit). Ich bin gespannt auf die weiteren Rankings.

Termin, Termin, Termin

Ich freue mich sehr, in den nächsten Monaten bei ein paar Veranstaltungen zum Thema Social Media am Podium sitzen zu dürfen. Falls es irgendwen interessiert:

6.3.2015
Diskussion: “Social Media – haven or hell?” beim Humanitarian Congress

11.3.: Social Media Workshop für Sorority

11.4.2015
Medientage Podium zu Dialog mit Usern (tbc)

8.5.2015 Marketing Rockstars, Graz

12.10.2015
Moderation der Diskussion zu “Die Folgen der Digitalisierung für die Gesellschaft”, Spiegelsaal. Am Podium mit Ingrid Brodnig, Rudi Klausnitzer, Eugen Russ, Julia Wippersberg, Hannes Ametsreiter.

Workshops (nicht öffentlich) mache ich neben der Lehrtätigkeit an den FHs auch immer wieder und mit größtem Vergnügen. Anfragen gerne an lisapetete@gmail.com.

Breaking: Sendung zu Eilmeldungen und Social Media

Für Ö1 durfte ich was zum Thema Social Media und Eilmeldungen erzählen. Aus Mediensicht ist die Verwendung der Kennzeichnung von Meldungen als Eilmeldungen vor allem ein Service für die User – zumindest verwende ich sie so.

Die User sollen in ihren überladenen Facebook- und Twitter-Streams leichter erkennen, ob es sich um etwas handelt, das Aktualität und große Wichtigkeit vereint, oder eben nicht.

Wichtig ist natürlich, dass Eilmeldungen nicht inflationär verwendet werden, aber das sollte sich eh von selbst verstehen.

Hier der Link zum Nachhören der Sendung. 

Social Media: Die New York Times kocht auch nur mit Wasser

Kürzlich veröffentlichte Michael Roston von der New York Times ein Resümee über die Twitter-Performance des Mediums. Wenn die „große Schwester“ Einblicke in die Arbeit gewährt (was bemerkenswert super ist), erwartet man sich als Social Media Managerin einiges: neue Strategien, Neuigkeiten über sinnvolle Tools, andere Teamstrukturen oder ähnliches. Der Artikel fiel aber überraschend banal und nüchtern aus, was aber gar nicht so schlecht ist. Kommen wir aber mal zu den interessanten Punkten:

Umgang mit Kritik am Unternehmen

Dieser Teil des Artikels verblüffte mich am meisten: Der Autor beschreibt recht offen, dass die New York Times oft kritisiert wird, darauf aber kaum reagiert wird.

Hier das lange Zitat:  „In some instances, consumers of Times journalism were angered by articles or columns written by our journalists. They often directed their ire more at the institution than they did at the individual journalists who had written the items that caused offense. When other types of companies face a maelstrom of outrage on social media, they tend to use their social media platforms to respond to people who have been angered, seeing them in part as customers or potential customers. But as a news organization, we expect @NYTimes to remain above the fray to a certain degree, delivering our journalism and not getting caught in the middle of how it is received.“

Genau diese Einstellung ist ein großes Problem, mit dem einige traditionelle Medien noch zu kämpfen haben: Geht es um die Promotion ihres Mediums, verknüpfen sie die eigenen Journalisten eng mit dem Unternehmen und stellen sie in die Auslage. Sobald es Kritik hagelt, will man auf einmal nichts mehr mit der einzelnen Person zu tun haben und distanziert sich. Das ist aus klassischer Sicht sogar noch nachvollziehbar, da das Unternehmen ja nicht die Meinung einzelner Redakteure vertreten muss. Den Usern ist das aber egal. Denn: Social Media wird als Customer Care Kanal wahrgenommen und eine der Aufgaben von Social Media Managern ist mitunter Unternehmenskommunikation. Aus Usersicht wird also zumindest eine Stellungnahme des Firmenaccounts und eine Erläuterung der Sachlage erwartet. Die New York Times hat sich hier erst 2015 Handlungsbedarf auf den ToDo-Zettel geschrieben, aber besser spät als nie.

FotoTexten

Wie die meisten andern Medien auch wird bei der NYT intensiv mit den Headlines auf Twitter experimentiert. Welche Formulierung schafft es, am meisten Traffic zu bringen oder die User zu involvieren? Bei der New York Times geht man das Thema mittlerweile entspannter an als früher und erkannte, dass Headlines nicht immer unbedingt geändert werden müssen. Das kann durchaus der Fall sein, das Beispiel im Artikel ist aber schlecht gewählt, da zwei Tweets verglichen werden, die zu komplett unterschiedlichen Uhrzeiten getwittert wurden.

Bildsprache

Mehr Bilder zu verwenden ist gerade bei einem Medium wie der New York Times, die für viele Fotos die Rechte auch für Social Media besitzt, sehr einleuchtend. Aber die Erkenntnis extra in einem Blogpost zu erwähnen, dass man Zeichen spart, indem man den Fotocredit ins Bild photoshopt  anstatt ihn in den Tweettext zu kopieren – seriously? Ganz abgesehen davon, dass der Credit auch beim Sharen erhalten bleibt.

Multimedia

Videos oder gifs müssen laut der Erfahrung des Social Media Teams der New York Times nicht unbedingt auf Twitter hochgeladen werden, wenn es die Geschichte nicht erfordert. Dem kann ich nur zustimmen. Vor allem ist die Clickthrough Rate meist besser, wenn im Tweet nicht schon zu viel verraten wird.

Generell ein braver und recht banaler Einblick in die Arbeit mit einem der größten Twitter-Accounts weltweit. Das Gute daran: Wir kochen alle nur mit Wasser und haben mit simplen Dingen wie Zeichenlängen oder Formulierungen zu kämpfen. Das Ernüchternde daran: In Sachen Social Media kann man handwerklich (nicht unbedingt inhaltlich) von Vice, Huffington Post und Buzzfeed sicher mehr lernen.

PS: Ja, ich muss sowas Umfangreiches wie die NYT es gemacht hat, auch mal aus derStandard.at Sicht verfassen, wenn ich die Zeit finde. Steht auf der ToDo Liste!

Hier nochmal der Link zum Beitrag bei niemanlab.org.

Viralität ist nicht per se böse

Im aktuellen Medienmanager durfte ich etwas zu Viralität, Journalismus und Social Media sagen. Die vielen belanglosen, wackeligen Homevideos, die lustig sein sollen und oft auch sind, gehen den meisten sowieso schon auf die Nerven. Wenn Medien diese dann weiterverbraten, stellt es jenen, die den Untergang des Qualitätsjournalismus herbeirufen wollen, natürlich die Haare auf.

Dabei ist das Hinweisen oder Weiterverwenden von viralen Inhalten durch Medien aber kein Problem an sich: Wer hin und wieder etwas Lustiges teilt und dadurch die Berichterstattung auflockert, wird kein Problem haben. Sobald aber mehr Geld und Ressourcen in virale Belanglosigkeiten fließen als in ernsthaften Journalismus, haben Qualitätsmedien wirklich ein Problem.

Das gleiche gilt für virale Inhalte auf Social Media Accounts von (Qualitäts)Medien. Lockere News an sich sind meiner Meinung nach nicht böse. Wenn die User aber nur mehr deshalb eine Page liken, die eigentlich für ernste Inhalte steht, passt etwas nicht.

Foto

“Erklär’ doch mal das DJing”

Für die neue Wochenend-Ausgabe des STANDARD wurde ich gebeten, doch mal den Nicht-Fortgehenden Print-Lesern zu erklären, was ich da am Wochenende (mit ETEPETETE) oft so mache. Das auch nur annähernd in 6.000 Zeichenen zu fassen ist natürlich nicht möglich, noch dazu für Außenstehende. Nach etlichen Text-Versionen, langem Redigieren (danke Stefan Schlögl!) und viel Bauchweh ist am Ende dieser subjektive Versuch dabei rausgekommen.

Foto

17 Gründe, warum du zum c/o pop festival nach Köln fahren solltest. Wegen Grund 4 könnte ein Kätzchen vor Neid sterben

1) Die Konferenz und das Festival finden in Köln statt, das heißt man kommt mal aus Österreich raus.

2) Besucher dürfen sich mit riesigen Festivalpässen schmücken, mit denen sie sich extrem wichtig fühlen.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.18.173) In Köln trinkt man Früh Sport, ein alkoholfreies Bier-Limonadengetränk. Es schmeckt hervorragend und sieht gut aus.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.18.563) Alle, die nicht im Musik-Business arbeiten, erfahren jede Menge darüber, wie die Mechaniken hinter diesem Pop-Klimbim so funktionieren. Zum Beispiel gibt es Agenturen, die ganz gezielt Tracks von neuen, unbekannten, nicht gesignten Künstlern suchen und dann für Werbung lizenzieren. Insider bekommen bei Präsentationen wie jenen des Amsterdamers Hans Brouwer Detailinfos, Outsider einen Überblick.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.19.494) Jung von Matt verrät Backstage-Infos zu erfolgreichen Kampagnen wie der Supergeil-Aktion mit EDEKA. Dabei wird Friedrich-Lichtenstein-Bonusmaterial gespielt.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.21.55 Und man erfährt, dass zum Beispiel die meisten Schauspieler einfach Bekannte der Produzenten waren und kein Geld bekamen. DIESE Katze aber erhielt ein Buyout. Wie man Manager dieser Katze wird, gibt es dann bei weiterführenden Konferenzen zu hören.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.44.125) Marketing-Fuzzis erzählen, wie sie Musik und das Musikumfeld für ihre Marken nützen. Rund ums Coachella Festival bewarb Levi’s zum Beispiel massiv die Cut Off Jeans. Laut Levi’s gingen die Verkaufszahlen ordentlich in die Höhe.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.22.296) Man erfährt, dass auf Spotify Playlists für bestimmte Aktivitäten tausend Mal beliebter sind als Musikalben (für die Jüngeren: das sind mehrere Lieder einer Band hintereinander, die auch idealerweise immer wieder in dieser gleichen Reihenfolge abgespielt werden sollten). Ganz vorne dabei ist auf Spotify die Playlist “Work Out”. Marken können angeblich mit dem Kuratieren von Tracks und sinnvoller Werbung dort noch viel holen.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.22.557) In Köln wird immer gefeiert.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.24.158) Wenn man die richtigen Leute kennt, darf man beim Aufbau für die Kompakt Party im Heinz Gaul zuschauen. Dankeeeee The Strichers!

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.25.069) In Köln kann man einige Instagram-Motive sammeln, mit denen man zu Hause total hip und street-artig rüberkommt.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.24.4410) Beim c/o pop festival “sieht” man hervorragende Bands wie Mount Kimbie, Cashmere Cat, Kelis, Isaac Delusion oder Warpaint. Im weißen Bereich des Bilds spielt gerade Mount Kimbie.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.25.3611) Man hat endlich einen Beweis dafür, das EDM Fans irre sind. “EDM Fans tweet 11 x per day. Average users tweet 1,85 x per day.”

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.27.1212) Komplizierte Dinge werden auf 6 Trends heruntergebrochen. Nach einer langen Konzertnacht sehr hilfreich.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.27.3613) Man kann dem GEMA-Wahnsinn direkt ins Auge sehen. Und das ist dann auch noch informativ.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.27.5314) Alte Männer mit klingenden Namen wie Diedrich Diederichsen, Udo Dahmen, Hans Nieswandt, Ralf Niemczyk, Andreas Grimm und Timo Kumpf erklären dann, warum Pop auch ohne Coca Cola gut sein kann.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.28.1815) Man kann Selfies mit den Leuten machen, mit denen man am Podium saß. Thx Christoph Bornschein, Vivian Pein, Markus Krücken, Oliver Ihrens, Daniel Fiene!

16) Am Kölner Flughafen darf man dann noch über die Selbsterniedrigung von Businessmenschen lächeln und ist nach 1 Stunde 20 Minuten wieder im schönen Wien.

Bildschirmfoto 2014-08-23 um 12.30.1317) Zuhause hat man ein paar Twitter-Followers mehr, ist viel gescheiter als vorher und will nächstes Jahr wieder dorthin.

5 Takeaways von der Internet Advertising Conference 2014

Ich hatte die Ehre, bei der diesjährigen Ausgabe der #IAC2014 in Prag über Social Media bei derStandard.at sprechen zu dürfen. Viel spannender als meine Präsentation sind aber ein paar Eindrücke aus Gesprächen mit anderen Teilnehmern. Ein kurzer Rückblick:

1) Paywalls sind hier ein großes Thema
Ob man sie mag oder nicht – Paywalls verschwinden nicht als Thema. Bei der IAC sprach etwa der CEO der Kyiv Post, Jakub Parusinski, von positiven Erfahrungen mit der Einführung der Bezahlschranke. Laut seiner Präsentation verlor die Kyiv Post “nur” ein Drittel der Leser und bekommt nun immerhin 20% der Einnahmen über die digitalen Abos. Einige lokale Medien in Prag sind gerade dabei, die Umsetzung der Paywall vorzubereiten. Der slowakische Anbieter Piano Media versucht in diesem Markt Fuß zu fassen. Für manche (oft auch kleine Nischenmedien mit schlanken Strukturen) Medien mag das funktionieren, für andere nicht. Die nächsten Jahre bleiben spannend.
Foto(1)2) Socialbakers bekommt Rückenwind
Der CEO des tschechischen Unternehmens, Jan Rezab, Socialbakers verbringt wie er selbst sagt rund 170 Tage im Jahr auf Konferenzen. Einer davon war bei der IAC. Mit Kunden wie BBC, Disney, Danone oder in Österreich A1 hat sich das Service eine gute Reputation verschafft. In Prag hat Socialbakers gerade ein Analytics-Startup gekauft.

3) Es gibt Hoffnung: Mobile Ads werden besser
Der Anbieter eSports.cz bekommt rund 60% des Traffics über mobile. Kein Wunder, dass die Leute sich dort Gedanken darüber machen, wie für sie mobile Werbung funktionieren kann. In ihrer App experimentieren sie mit größeren Bannern als wir sie jetzt gewohnt sind, die sich aber weniger störend in den Inhalt einfügen. Das freut die User und die Werbemenschen. In naher Zukunft wollen sie mit verkauften Push-Nachrichten an die User experimentieren.

4) Es geht allen (fast) gleich schlecht
Auch hier wird in den Newsrooms massenhaft gekündigt. Dabei trifft es ironischerweise in Unternehmen, die sich “digital first” auf die Stirn schreiben, gerade oft Jüngere, die sich auf Digitales konzentrieren. Innovationsverweigerung, ungeliebte Umzüge, riesige Gehaltsunterschiede, same same und gar nicht different …

5) After-Partys in einem Atom-Bunker haben einen ganz “speziellen” Charme
Der Vorteil: Es gibt keinen Handy-Empfang, also müssen die Leute miteinander reden. So auf oldschool.

Das links, das aussieht wie eine Säule ist die Bunkertür

Das links, das aussieht wie eine Säule, ist die Bunkertür

Soundcheck:

Schönes Prag ist schön.

Instagram: Katzenfotos neben Leichen im Newsfeed

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf derStandard.at

Wie Instagram die generelle Berichterstattung und den Foto-Journalismus verändert

Als in Nordkorea 3G verfügbar wurde, begann David Guttenfelder, Fotograf für Accociated Press, einer der wichtigsten Nachrichten-Agenturen der Welt, seine Eindrücke von dort auf Instagram zu teilen. “Bei den ersten hundert Followern habe ich mich schon gefreut und mehr als zehn Likes waren der Hit”, erzählt Guttenfelder bei der SXSW am Sonntag. Mittlerweile erreicht Guttenfelder über Instagram rund 300.000 Follower und bringt ihnen so die Situation an Krisenherden näher.

David Guttenfelders (rechts) Fotos erreichen über Instagram mehr User als je zuvor

David Guttenfelders (rechts) Fotos erreichen über Instagram mehr User als je zuvor

Instagram wird von den meisten Usern für leichtes Entertainment und Lifestyle-lastigen Content (z.B. Cats of Instragram) genutzt, der ernste Inhalt von Accounts wie jenem von Guttenfelder, syrischen Oppositionellen oder dem Time Magazine werden aber genauso angenommen. Kira Pollack, die mitunter den Instagram-Account des Time Magazins betreut, betont, dass gerade die Mischung zwischen ernsten und unterhaltsamen Inhalten auf Instagram für die User interessant ist und gutes Feedback bekommt. Der Großteil des Contents des Time-Accounts ist aber dennoch eher leicht verträglich.

Aktualität

So wird bei Time immer mehr auf aktuelle Postings Wert gelegt. Das reicht von schnellen Reaktionen nach den Oscars oder den Grammys, was aufgrund der Beliebtheit der Fotos die Reichweite der Accounts steigert bis hin zu bewusster Berichterstattung über Instagram, bei der die Fotografen auch angehalten werden, auf ihren Instagram-Accounts zu posten. “Aus der Sicht des Journalisten ist Instagram ganz besonders spannend, da es so schnell ist. In der Sekunde, in der ich das Foto mache, ist es auch schon online und bekommt Feedback”, meint Guttenfelder.

Auswahl

Auf die Frage, welche Fotos er auf Instagram teilt und welche er mit seiner professionellen Kamera der Agentur weiterschickt, erklärt Guttenfelder, dass es Überschneidungen gibt, er aber nachdenkliche, subtile Inhalte eher auf Instagram teilt. Zusätzlich dient Instagram den Agenturen auch immer öfter als Quelle für Fotos, die von “normalen Bürgern” gemacht wurden. (Lisa Stadler, derStandard.at, 10.3.2014)

Links:

Cats of Instragram

David Guttenfelder

Time Magazine

SXSW: Fünf Tech-Trends für 2014

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf derStandard.at.

In Austin, Texas, wurden Innovationen aus Tech, Musik und Film präsentiert

Mehr als 800 Speaker, 2.000 Konzerte, zahlreiche Filme und große Namen von Teilnehmern und Teilnehmerinnen wie Julian Assange, Chelsea Clinton, Edward Snowden, Adam Savage, Lady Gaga, Kanye West, Blondie und viele mehr machen die Konferenz South By South West (kurz SXSW) in Austin, Texas, zum Hotspot für alles, was sich in Sachen Tech, Film und Musik an Innovationen anbahnt. Die große Überraschung blieb in Sachen Technik dieses Jahr aus, dafür wurden aber viele kleinere Services und Tools präsentiert, die klare Trends fuer die nächsten Monate aufzeigen.

Bildschirmfoto 2014-03-21 um 19.06.21Privatsphäre schützen

Wenig überraschend ziehen die Enthüllungen von Edward Snowden technische Konsequenzen nach sich. Neue Services wie Ghostery ermöglichen es Usern mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre online zu erreichen. Ghostery zeigt den Usern, welche Websites auf welche Daten zugreifen und berät gleichzeitig Unternehmen dabei, wie sie ethisch korrekt Userdaten nützen können und gibt Informationen über Data-Tracking weiter. Ein zweischneidiges Schwert, das aber mit bereits 20 Millionen Usern vielversprechend klingt.

Self-Tracking

Neben dem Wunsch über die Kontrolle der eigenen Privatsphäre boomen aber auch Self-Tracking-Tools, die genau das Gegenteil des Wunschs nach Privatheit repräsentieren. Das absurdeste, das auf der SXSW beworben wurde, war Nipple.io, ein Sex-Tracking-Tool. User können dort genau über ihr Sexleben Buch führen. Im Vergleich dazu wirken Gesundheits-Tracker und Sport-Tools wie ein alter Hut.

Nipple.io Werbung auf der 6th Street in Austin

Nipple.io Werbung auf der 6th Street in Austin

Kunden ausleuchten

Was Edward Snowden weniger gefallen wird: Die Privatsphäre aushöhlen können Unternehmen mit der fortschreitenden Technologie natürlich auch immer besser. Marketing-Tools, die die “Kunden immer besser kennen” Versprechen eine glorreiche Zukunft für Werbende und Firmen, die ihre Produkte an den Mann und die Frau bringen wollen. Eines davon ist Koupah, das Folgendes verspricht: “You walk into a store, tap your phone, and instantly the store employees know who you are and what your favorite foods or items are.” Das Produkt soll das Service in Geschäften verbessern.

Content Curation und fragmentierte soziale Netzwerke

Das Buzzword schlechthin bei der Konferenz war “Content Curation”. Die unzähligen Inhalte im Netz filtern und für User und Userinnen Sinnvolles auspucken, das wollen heutzutage mehr Services denn je. P. Diddy präsentierte am Mittwoch sein neues “Baby” – Revolt TV, ein “besseres” MTV, das dem Publikum neue Musik und Musik-nahen Content zeigen soll. “I call myself a curator cool”, so Diddy am Podium.

Den Überfluss an Inhalten besser darstellen will Sociyall, das die Social-Media-Plattformen mit einem eigenen Algorithmus abgrast und jedem User seine “Highlights” zeigen soll. So wird auf die Nachteile des Facebook-Algorithmus und der (noch) ungefilterten Netzwerke wie Twitter oder Instagram reagiert.

Was den Nachrichtenkonsum angeht, wird der Markt dezeit überschwemmt mit Services, die den Usern “ihre persönlichen Nachrichten” liefern. Facebook hat es mit Paper vorgemacht, vor wenigen Tagen startete der Yahoo News Digest oder die mittlerweile schon ältere App Circa. In ähnliche Richtungen gehen Plattformen wie delvv.com, das Suchen weiter filtert oder news bayou, das Nachrichten zu bestimmten Orten liefert.

Dazu kommen fragmentierte soziale Netzwerke, die frustrierte Nutzer der big names Facebook oder Twitter abziehen wollen. Egowall soll zum Beispiel das “wirkliche Ich” im Netz repräsentieren. Das spiegelt die Unzufriedenheit jener wider, die ihre virtuelle Identität in den etablierten Plattformen nicht ideal dargestellt sehen. Aroundwire.com wiederum soll ein neues soziales Netzwerk inklusive Handelsplatz sein, bei dem man keine Abgaben an die Plattform zahlen muss.

Neue Bezahlformate

Bitcoin war eines der großen Themen bei der diesjährigen South By South West. Im Panel “The Future Of Money” sprach Fred Ehrsam von Coinbase davon, dass 2014 mit hoher Wahrscheinlichkeit das Jahr sein wird, in dem man bei großen Supermarktketten wie Walmart mit Bitcoin zahlen kann. Obwohl erst vor kurzem die Bitcoing-Börse Mt. Gox pleite ging und es noch große Zweifel hinsichtlich der Sicherheit von Bitcoin gibt, setzen einige Experten auf neue Bezahlformate. Bei der SXSW unterstützte der Rapper Nas öffentlich Bitcoin. (Lisa Stadler aus Texas, derStandard.at, 14.3.2014)

Jacques Renault: Wiens Clubszene muss sich nicht verstecken

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf derStandard.at.

Der US-amerikanische Producer und DJ, der derzeit mehrere Monate in Wien verbringt, über Labels, Clubs in Las Vegas und die österreichische Clubszene

Wenn man sehr viel reist, beginnt man die Städte auch nach ihren Flughäfen zu beurteilen. Jacques Renault schwärmt zum Beispiel vom Wiener Flughafen und preist ihn als einen der besten der Welt. Vielleicht war das ein Grund für ihn, immer wieder mehrere Wochen in Wien zu verbringen.

Die Zeit zwischen seinen Auftritten beträgt für den Producer und DJ meist nur wenige Tage. Städte, in denen Renault eine Zeit lang gelebt hat, waren Washington, Chicago und New York. Aktuell verbringt er die Tage zwischen den Wochenenden für ein paar Monate in Wien. In einer Runde im Riesenrad erzählte er über seine Labels, Clubs in Las Vegas und die österreichische Clubszene.

Jacques Renault ist ein Optimist unter den Musikern

Jacques Renault ist ein Optimist unter den Musikern

derStandard.at: Wie kamen Sie dazu, als House-DJ Ihren Lebensunterhalt zu verdienen?

Renault: Ich habe eigentlich Kunst studiert, aber Musik war immer schon wichtig in meinem Leben. Als ich zum Beispiel nicht mehr Geige spielen wollte, sagte mir meine Mutter: “Ok, aber du musst dir dafür ein anderes Instrument aussuchen. Ganz aufhören mit Musik geht nicht.” Das führte dann dazu, dass ich mit Freunden in diversen Bands Jazz, Punk und klassische Musik spielte, es war wirklich alles dabei. Später war es dann elektronische Musik. Die Arbeit ist alleine auch leichter als in der Band, obwohl ich sehr viele Kollaborationen mache.

derStandard.at: Sie treten auf der ganzen Welt auf. Welche Orte sind derzeit für die Weiterentwicklung von elektronischer Musik tonangebend?

Renault: Es sind immer noch die Klassiker wie New York, London, Paris und Berlin. Aber das ändert sich auch langsam. Immer mehr Labels und gute Events entstehen in kleineren Städten und Orten, die ich nicht erwarten würde. Das hat sicher mit dem Internet, Facebook und all diesen tollen Sachen zu tun. Die Szene geht definitiv in eine globale Richtung. In Amsterdam und Stockholm habe ich letztens geniale Clubnächte erlebt, aber auch in Innsbruck.

Hier geht es zum VIDEO-INTERVIEW mit Jacques Renault.

derStandard.at: Was halten sie von den Riesengagen mancher bekannter DJs?

Renault: Das ist ein Phänomen der letzten Jahre. Ich meine, für die Veranstalter ist es herrlich. Da kommt mittlerweile einfach nur mehr ein Typ mit seinen Platten, CDs oder gar nur mehr dem USB-Stick und bespielt tausende Leute. Bei Bands wie den Rolling Stones muss man noch ein Riesen-Setup dazurechnen und die ganze Entourage. Generell ist aber der Hype um die wenigen Clubs mit den wahnsinnig hohen Gagen wie zum Beispiel die in Las Vegas einfach verrückt. Ich habe schon ein paar Mal in Vegas gespielt, zwar nicht in diesen besagten Locations, und mir diese Welt auch angeschaut. Aber das ist einfach nur extrem artifiziell und absurd. Die Leute gehen dort auch nicht wegen der Musik hin, sondern nur wegen der Location.

derStandard.at: Dass Clubbesucher eher einen Club auswählen und nicht nach dem Lineup gehen, ist auch hier gang und gäbe.

Renault: Ja, das habe ich auch schon bemerkt. Hier sagt man dann zum Beispiel, dass man in die Pratersauna oder die Grelle Forelle geht, und nicht “Wir schauen uns heute diesen oder jenen DJ an”. Das ist okay, im Vordergrund sollte aber die Musik stehen.

derStandard.at: Derzeit gibt es in Wien eine Debatte, dass die Bookings immer kommerzieller werden und der Einheitsbrei größer. Wie nehmen Sie das mit der Sicht von außen wahr?

Renault: Ich denke, das hängt davon ab, was man gerne sehen würde. Generell waren die Bookings, die ich gesehen habe, zum Beispiel letzte Woche mit James Murphy oder vor ein paar Wochen Victor Simonelli aus New York, ziemlich interessant. Dann kenne ich natürlich die Sachen von Johnny von der Deephousemafia und Wolfram und Felix (Fuchs, Anm.), die in den letzten Jahren veranstaltet wurden. Ich habe also eigentlich nur gute Sachen wahrgenommen, die ich selbst auch besuchen würde.

derStandard.at: Welche Wiener Künstler aus Ihrem musikalischen Umfeld finden Sie spannend?

Renault: Wolfram ist sicher einer der wichtigsten, ich kenne ihn auch seit Jahren. Er ist viel international unterwegs, und ich treffe ihn hin und wieder in New York. Seit einigen Monaten lebt ja auch Andrew Butler von Hercules and Love Affair in Wien, es tut sich also was, und Wien muss sich mit seiner Clubszene sicher nicht verstecken. (Lisa Stadler, Maria von Usslar, derStandard.at, 13.3.2014)

Hören Sie hier Tracks, Remixes und Mixes von Jacques Renault im Spotify-Stream:

#SXSW Music 2014

Meine High- und Lowlights des Musik-Teils der South By South West. Von rund 2.000 Konzerten konnte ich leider nur ein paar sehen, in so einem Fall wäre Multilokation ideal.

Snoop Dogg spielte ein paar Kiffer-Nummern und lieferte eine bemerkenswert schlechte Bühnenshow mit einem Mensch, der als Hund verkleidet mit einem riesigen Joint herumwachelt. Die Visuals sahen so aus wie die automatischen Bildschirmschoner aus den 90er-Jahren, nur schlimmer. Fast schon eine Leistung heutzutage. Das Publiukum war gut gelaunt, rastete aber erst aus, als er House Of Pains “Jump Around” brachte. Nicholas Cage schaute vom Balkon aus zu. Alles in allem also eher befremdlich.

Snoop DoggTrotzdem: #foshizzle. Vor allem, weil ich einen guten Platz ganz vorne ergattern konnte.

Wer noch nie bei der #SXSW war: In vielen kleinen Häusern finden Konzerte und Partys statt.

HausDas Epizentrum des Geschehens: Die 6th Street, auf der sich die meisten FestivalbesucherInnen tummeln.

6th street

Bildschirmfoto 2014-03-20 um 20.51.57Der von mir über die Maßen geschätzte A-Trak spielte bei der #MobileMovement Night von Vice und Motherboard ein zuerst skrillexeskes und etwas stadiontechnoides Set, das dann gegen Schluss aber immer besser wurde. Die Visuals konnten von den BesucherInnen selbst gesteuert werden, was sehr lässig war.

ATrakVor der British Music Embassy war die Schlange immer so lang, dass ich mir das Warten nie antun wollte.

british music embassyMein Badge für das beste Outfit geht an die drei hier:

bandJarvis Cocker präsentierte sein neues Buch mit einer wunderschönen Powerpoint-Präsentation, Zeigstock und Soundbegleitung.

Bildschirmfoto 2014-03-20 um 20.56.16P. Diddy präsentierte direkt nach Jarvis Cocker sein “besseres MTV” Revolt TV. Der Kontrast hätte größer nicht sein können.

Bildschirmfoto 2014-03-20 um 20.58.26Chromeo sorgten dafür, dass das hölzere Gebälk des Hype Hotel sich langsam auflöste. Holzspäne und Staub rieselten auf das Publikum nieder. Zum Glück nicht gleich das ganze Dach.

Sohn kam leider verspätet an und hatte technische Probleme. Deswegen spielte er nur zwei Nummern: “The Wheel” und “Artifice”. Für mich trotzdem ein absolutes Highlight. Das Album wird groß groß groß.

  Debbie Harry (68!!!!) hat mit Blondie auf der Bühne gewirkt als wäre sie 20.

Damon Albarn ist leider erwachsen geworden und brachte Gospel-artige Songs, am Schluss auch gemeinsam mit dem Kirchenchor von Austin. Naja …

Facebook und die liebe Reichweite

Dass der Egderank der natürliche Feind des Social Media Managers ist, ist ja nichts Neues. Anhand eines einfachen Beispiels kann man aber gut sehen, wie sehr Posts zum Teil “gedrosselt” werden und das Publikum oft nicht erreichen.

Fallbeispiel

Heute wurde bei der Facebook-Seite von derStandard.at mit 116.000 (nicht auf ebay gekauften) Fans ein Bild gepostet und bekam 44 Likes.

Bildschirmfoto 2013-12-01 um 22.31.00Zeitgleich wurde das Bild auch beim Instagram-Account von derStandard.at mit  bescheidenen 438 Followern gepostet. Das verursachte 13 Likes (und ich hab es noch nicht mal selbst geliket ;-)!).

Bildschirmfoto 2013-12-01 um 22.30.33Facebook spielt ja schon lange unterschiedliche Posts unterschiedlich oft aus, das heißt die Posts werden nicht immer für gleich viele Menschen im Newsfeed sichtbar, wenn sie sich durch die Timeline scrollen. Das hat ja auch seinen Sinn, so will Facebook garantieren, dass die User nur relevanten Inhalt sehen, der viel Feedback bekommt.

Fazit

Dieses eine (nicht repräsentative) Beispiel zeigt jedoch, wie massiv die Unterschiede sein könnnen. Klar, ein Werbeposting wie dieses bekommt vielleicht nicht tausende Likes, im Vergleich zum Response auf Instagram muss ich aber in dem Fall davon ausgehen, dass auf Facebook das Posting von viel weniger Menschen gesehen wird, als angegeben und potenziell möglich.

Ich bin zwar schlecht in Mathe und ja, es gibt unterschiedliche Publika für unterschiedliche Netzwerke, aber: Facebook spielt sich da auf eine Art mit der Reichweite, da ist Kaffeesudlesen eine Wissenschaft dagegen. Im Übrigen ist die Kombination aus Punschtrinken und STANDARD-Lesen sehr zu empfehlen.

Der Tag, an dem ich herausfand, dass Alice Munro und der ÖAMTC unter einer Decke stecken

Verschwörungstheorien kosteten mich immer nur höchstens ein müdes Lächeln. Bis zum Wochenende, an dem sich mir folgendes offenbarte:

Auf derStandard.at fand ich ein für Freunde der Sprache recht amüsantes Bild mit einem die Fantasie anregenden Tippsler:

oeamtc

So weit, so erheiternd. DANN aber ereignete sich etwa eine Stunde nach der ÖAMTC-Entdeckung etwas Erschreckendes. Bei der Lektüre einer der Erzählungen von Alice Munro stach mir DAS HIER ins Auge:

Bildschirmfoto 2013-11-04 um 21.38.25An Zufälle kann ich natürlich jetzt nicht mehr glauben. Es ist vielmehr die ergreifende Wahrheit, dass die Nobelpreisträgerin und der ÖAMTC sich bereits auf die Zombie-Apokalypse vorbereiten und Eingeweihte sich mit Schweinwerfern rüsten. So, jetzt wisst ihr es.